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Aktuelles


 

Lesung im Lindengymnasium Gummersbach

Am 19.09.2017 bekamen wir Besuch des französischen Autors Jean-Philippe Devise, welcher vor 20 Jahren von Frankreich nach Deutschland zog und anfing, sowohl deutsche als auch französische Kurzgeschichten in diversen Büchern festzuhalten.

Er lud an diesem Tag zu zwei Lesungen für die Klassen 8 und 9 sowie für die Oberstufe im Rahmen des Französischunterrichts ein. In der Aula begann er zunächst eine Geschichte auf Deutsch vorzustellen, für den ersten Einblick, und diese dann auf Französisch vorzulesen. Es ging um ein Pärchen, welches einen Streit hatte, eine ganz alltägliche Situation. Diese Geschichte wurde allerdings mit vielen kleinen, aber dennoch ausschlaggebenden Details ausgeschmückt, sodass die kurze Geschichte doch eine besondere Stimmung verbreitete. In der zweiten Geschichte, welche wiederum in der deutschen Version vorgelesen und auf Französisch kommentiert wurde, ging es um Vorurteile gegenüber Menschen mit einer anderen Herkunft und deren Kulturen, welche aus der Welt geschaffen werden sollten. Jean-Philippe Devise beantwortete abschließend noch die Fragen der Schüler|innen aus den Jahrgangsstufen 8 und 9, wobei er immer wieder betonte, wie neugierig er auf die Fragen war. Ein Beispiel: „Her mit den Fragen! / Oh ja ich liebe Fragen!“ (bitte wegen Authentizität mit französischem Akzent lesen, also „‘er miet den Fragön!/ Oh ja isch liebe Fragön!“ ;-) )  Alles in allem war die Autorenlesung eine schöne Abwechslung zum normalen Französischunterricht.

 

Carolin Theisen

 

Ein Abend des Lächelns

Jean-Philippe Devise, ein Franzose in Deutschland (?), ein Deutscher in Frankreich (?), beobachtet Deutsch-Französisches mit dem scharfen Blick des Pendlers zwischen zwei Welten. Hinlänglich in Bad Bergzabern bekannt - durch seine 10 Bücher, durch seine Lesungen (z.B. bei der Pamina VHS), durch Kurse – war der Andrang im Café Rebmann so groß, dass ein nicht unerheblicher Teil der Interessenten abgewiesen werden musste. Nur einige ganz Hartnäckige erstanden für sich bis kurz nach 20.00 Uhr noch Einlass.
Jean-Philippe Devise las aus seinen Büchern, vor der Pause Miniaturen aus seinen Beobachtungen im Grenzland Elsass-Pfalz: der angebliche Neid der Franzosen auf Deutschlands Nietzsche und Bild-Zeitung; ein Deutscher, Anarchie suchend, verzweifelt an der Bürokratie im Elsass; französische Schüler kämen niemals auf die Idee, Kröten über die Straße zu tragen; Angst und Vorurteile vor Fremdem begegnen ihm auf einem deutschen Dorf. Alles erzählt er ohne Schärfe und Häme im Plauderton.
In der Pause beantwortet er freizügig persönliche Fragen. Die letzte Erzählung Der Porsche meines Vaters beleuchtet den Loyalitätskonflikt eines Scheidungskindes, das zwischen zwei Welten hin und her gerissen wird, bis es hoch erhobenen Hauptes seinen eigenen Weg findet.
Allein durch die Art, wie Jean-Philippe Devise vorgelesen hat, fesselte er das Publikum, das ihm in ernsten Phasen, die immer wieder von seinem Humor und Witz gemildert wurden, begeistert und lächeln folgte.
Anhaltender Beifall dankte es ihm; bereitwillig signierte er seine Bücher.
Dank auch an die Firma Rebmann, die trotz der Fülle aufmerksam auf die Wünsche der Gäste einging.
Elke Wöhler-Wischhusen
 
 
 

 

Die Katze Elefant auf meiner Schulter
bei der Buchlese in Bad Bergzabern am 27.09.2017

Im vollbesetzten Filmsaal konnte Renate Becker, vom Team der Bergzaberner BuchLese, fünf zweite Klassen der Böhämmer-Grundschule begrüßen, die lebendig aufgeregt auf die Lesung des Autors Jean-Philippe Devise warteten. Dieser wusste mit seiner aufgeschlossenen Art und einführenden Worten in sein Buch, "Die Katze Elefant auf meiner Schulter", die Kinder sogleich zu fesseln. Seine Technik, beim Lesen zwischendurch kurz zu unterbrechen, um die Kinder nach dem erwarteten Fortgang des Geschehens zu fragen, wurde von diesen mit unerwarteter Lebendigkeit und Mitarbeit beantwortet; konnten sich doch die Kinder gut in die Protagonistin Annika hinein versetzen, deren Leben eine unerwartete WIendung durch die Freundschaft mit einer Katze finden sollte.
Der Autor hatte mit seinem Buch die Welt der Kinder, sowohl in der Sprache als auch im Inhalt, gut getroffen, so dass sie sich über die Ankündigung, zwei Ausgaben des vorgelese-nen Buches würden sich in der Schulbibliothek finden lassen, sichtlich freuten. Somit war das Anliegen der Bergzaberner BuchLese erreicht: Vorlesen zum Weiterlesen.

Renate Becker

 

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